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Schmerzhafte Blasenentzündungen

Glas mit Cranberrysaft und daneben steht eine Schale mit einzelnen Cranberries

Eine Frage der Anatomie

Eine Blasenentzündung wird auch als Blasenkatarrh oder Zystitis bezeichnet. Die Beschwerden sind fast immer die gleichen: Plötzlicher Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und leichte Krämpfe im Unterleib.

Die Entzündung ist die häufigste Infektion der unteren Harnwege und kommt bei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 etwa 50 Mal so häufig vor wie bei Männern dieser Altersgruppe.

Die Ursache für diesen krassen Unterschied liegt in der weiblichen Anatomie begründet: Die weibliche Harnröhre ist nur sehr kurz - etwa 2,5 bis 4 Zentimeter lang. So können Krankheitserreger leichter aus der Scheide in die Blase vordringen.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Darmbakterien des Typs Escherichia coli (E-coli). Diese gelangen zumeist beim unsachgemäßen Säubern der Anal- und Genitalregion vom Darm- in den Harntrakt. Sie können allerdings auch in der Unterwäsche haften und von dort aus ihren Weg über die Harnröhre zur Blase finden.

Nicht immer ist es jedoch das E-coli-Bakterium, das eine Blasenentzündung verursacht. Es gibt auch Keime, die beim sexuellen Kontakt übertragen werden.

Blasenprobleme im Sommer

Besonders im Sommer drohen Harnwegsentzündungen. Daran sind zum einen wechselnde Temperaturen verantwortlich, zum anderen eine Unterkühlung durch nasse Badekleidung, Zugluft oder in klimatisierten Räumen.

Wer gerne am Schwimmbadrand sitzt, sollte vorsichtig sein. Hier haben sich meist feuchtwarme Pfützen gebildet, in denen sich die Bakterien besonders wohl fühlen.

Normalerweise schützt das Immunsystem vor solchen Attacken. Wenn aber der Unterkörper auskühlt oder die Füße kalt werden, bricht dieser natürliche Schutzwall schnell zusammen und eine schmerzhafte Blasenentzündung ist die Folge.

Eine Ursache für die Blasenentzündung bei Frauen spielt im Sommer auch der Östrogen-Spiegel. Dieser sinkt, wenn es im Sommer plötzlich kühl oder gar kalt wird und wenn nur wenig Sonne scheint. Da Östrogen unter anderem für den Schutz der Blase zuständig ist, ist dann die Immunkraft in diesem Bereich geschwächt.

Daher sollte nasse Badekleidung unbedingt gleich gewechselt werden. Und auch im Sommer ist wärmende Unterwäsche - vor allem bei kühleren Temperaturen - Pflicht. Ratsam ist auch das Mitnehmen - und Anziehen! - eines Pullovers auf abendliche Veranstaltungen oder Partys.

Wichtige Maßnahmen

Bei ziehenden Schmerzen im Unterleib und ständigem Harndrang sollte schnell etwas unternommen werden. Eine Blasenentzündung ist nicht nur unangenehm, sondern kann in die Nieren aufsteigen und zu ernsthafteren Erkrankungen führen, die dann zumeist nur noch mit Antibiotika behandelt werden können.

Auch wenn es bei hohen Temperaturen schwer fällt, ist Wärme die wichtigste Maßnahme, die schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung ergriffen werden sollte. Wärme fördert die Durchblutung der Blasenschleimhaut und unterstützt damit die Abwehrkraft gegen Keime.

Bettruhe und vor allem die Wärme im Bett wirken heilend. Dazu trägt auch eine Wärmflasche bei, die auf den Unterleib gelegt wird. Es ist allerdings erforderlich, flach auf dem Rücken zu liegen, da sich in dieser Lage die Blase am besten entspannt.

Den Heilverlauf fördern zudem heiße Kartoffelwickel oder ein erhitzter Heublumensack. Für den Wickel werden drei Kilo Pellkartoffeln gekocht, noch heiß zerdrückt und auf ein Leinentuch gegeben. Die Kartoffeln strahlen eine besonders gleichmäßige, intensive Wärme aus.

Auch ein ansteigendes Sitzbad unterstützt die Heilung einer Blasenentzündung. Man beginnt mit einer Wassertemperatur von etwa 35 Grad und lässt innerhalb von 20 Minuten heißes Wasser zulaufen, bis eine Temperatur von 42 Grad erreicht ist. Nun noch weitere fünf Minuten in der Wanne sitzen bleiben, dann abtrocknen und wieder ins Bett gehen.

Viel trinken!

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist zudem, viel zu trinken. Dadurch lässt sich ein Großteil der Bakterien regelrecht aus der Blase spülen. Neben Mineralwasser und Kräutertee bieten sich verschiedene Naturextrakte an.

So z.B. Bärentraubenblätter, die auch hartnäckigeren Bakterien auf natürliche Weise zu Leibe rücken. Der Extrakt verhindert, dass sich die Krankheitskeime weiter vermehren können, und bringt die Blase in kurzer Zeit wieder ins Gleichgewicht. Neben dem Extrakt können auch Bärentraubenblätter für heilsame Teeaufgüsse genutzt werden.

Zur Selbstbehandlung sind Nieren- und Blasentees, beispielsweise aus Bärentraube, Ackerschachtelhalm, Hauhechel, Goldrute, Birke oder Brennnessel geeignet, wobei mache Tees nicht über einen längeren Zeitraum getrunken werden dürfen.

In Preiselbeeren und Cranberrys, den amerikanischen Verwandten der Preiselbeere, stecken natürliche antibiotische Kräfte, so genannte Pro-Anthocyane. Sie verhindern, dass sich in der Blase und in der Niere Coli-Bakterien festsetzen. Die Bakterien werden mit dem Harn ausgeschwemmt. Dazu sollte regelmäßig der entsprechende Saft (ca. ½ Liter täglich) konsumiert werden.

Einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Mindestens zwei bis drei Liter am Tag trinken. So werden Keime ausgeschieden, bevor sie Beschwerden machen können.
  • Füße und Unterleib warm halten - das schützt vor einer Blasenentzündung.
  • Direkt nach dem Schwimmen die nasse Badekleidung ausziehen und trockene Kleidung anziehen.
  • Die Blase regelmäßig entleeren. Häufiges Wasserlassen verringert die Gefahr einer Harnwegsentzündung.
  • Auf der Toilette aufrecht sitzen, da ein vorgebeugtes Sitzen eine vollständige Entleerung der Blase verhindert.
  • Wasserlassen unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr spült die Harnröhre aus und entfernt übertragene Bakterien.

Bildquelle eAlisa/stock.adobe.com

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MA DINK
25.08.2023 19:20:09
Sehr netteS, kompetentes und hilfsbereites Team, inkl. Inhaber. Man wird immer sehr gut beraten und es werden auch alternativen aufgezeigt. Hier steht nicht der Verdienst im Vordergrund, sondern die Beratung und Gesundheit der Kunden.
Caner Yüzer
12.07.2022 09:32:28
Kunde ist König; hier aufjedenfall! Die Mitarbeiter sehr freundlich und interessiert an ihrer Arbeit. Bei Missverständnis oder Unklarheiten wird man sofort aufgeklärt. Die Bedürfnisse des Kunden stehen immer im Vordergrund. Eine Einrichtung wo man echt mit gutem Gewissen hingehen kann- echt toll!
Csaba Denes
06.07.2022 09:24:56
Sehr freundliches Team und gut organisierte Apotheke. Kundenfreundlich und sehr engagiert, um unsere Wünsche zu erfüllen. Wir empfehlen sie gerne weiter.
R. A.
12.11.2021 00:46:30
Bis heute habe ich mich gerne in dieser Apotheke beraten lassen. Heute versuchte man mir erneut (wie bei fast jedem Besuch) Globulis aufzudrängen. Ich habe der Mitarbeiterin gesagt, dass ich nicht an die Wirksamkeit glaube. Normalerweise reicht das aus. Sie hat es nochmal versucht und mir dann die anderen vermeintlich hilfreichen Medikamente genannt und verkauft. Nun lese ich, dass das Medikament für Babys und Kleinkinder: 1. Alkohol enthält (geringe Menge von 3,9 Vol.-%, aber dennoch absolut unnötig) 2. Kein echtes Medikament ist, sondern ein homöopathisches Mittel. Und das obwohl ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich nichts homöopathisches möchte. Wer daran glauben möchte, kann das gerne tun. Aber wenn ich explizit sage, dass ich das nicht möchte, finde ich es mehr als dreist mir zu verschweigen, dass es sich um ein homöopathisches Mittel handelt und es mir zugleich als absolut wirksames Medikament zu verkaufen. Natürlich zu einem Schnäppchenpreis von knapp 14 Euro. Das einzig wirksame an diesem Mittel ist der Alkohol. Und wenn ich mein Kind mit Alkohol ruhig stellen will, kann ich ihm auch ein wenig schottischen Whisky geben (was ich natürlich nicht mache). Dafür braucht es keinen überteuerten homöopathischen Sirup mit billigen Alkohol. Ich werde hier in Zukunft nichts mehr kaufen und keine Rezepte einlösen. Ergänzung: Die Dame hat mir auch ein Flasche mit ätherischen Öl verkauft. Ich hab sie explizit gefragt, ob es für Kleinkinder geeignet sei, da ich öfters gelesen habe, dass Kleinkinder empfindlich darauf reagieren. Ja, das sei kein absolut kein Problem. Ich solle 1-2 Tropfen direkt auf die Haut geben. Als sie merkte, dass ich unsicher war und Bedenken hatte, meinte sie dass ich ja alternativ 1-2 Tropfen auf den Schlafsack geben könne. Ich hab den Schlafsack wie empfohlen beträufelt. Das Kind weinte, hustete und fing an zu würgen. Selbst ich, die daneben lag und den Geruch eigentlich liebt, empfand es als unangenehm. Empfehle ätherische Öle und die Risiken bei Kleinkinder zu googeln. Soviel zum Thema Beratung durch Fachkräfte…
Larissa G.
27.07.2018 17:12:57
Ich bin schon seit Jahren regelmäßig dort. Es sind immer alle nett und hilfsbereit. Sowohl die Medikamentenvorbestellung per Fax klappt, wie auch andere Wünsche. Wenn es mal Probleme mit einem Medikament gibt, wird im Notfall alles getan, die Fragen zu klären oder Alternativen zu finden. Danke!
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